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Ständig verbessern und optimieren!
Begriffe wie KVP (»Kontinuierlicher Verbesserungsprozess»), Kaizen, CNEI (»Constant Never Ending Improvement«) usw. haben das Prinzip des ständigen Verbesserns populär gemacht. Viele Spitzenmanager benutzen diese Begriffe in ihren Reden und in Handbüchern für Mitarbeiter werden unzählige Seiten damit gefüllt. Aber tatsächlich intensiv genutzt werden diese Erkenntnisse von den wenigsten. Deshalb können Sie sich positiv vom Durchschnitt abheben, wenn Sie das Prinzip des ständigen Verbesserns und Optimierens täglich anwenden.
Autor : Alex S. Rusch
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Da ich mich in letzter Zeit immer mehr mit dem Thema Verbesserung, Optimierung, TQM usw. beschäftige, übt es auf mich geradezu eine Faszination aus. Wenn ich in ein Hotel, ein Restaurant, ein Ladengeschäft oder ein Büro gehe, mache ich mir sofort Gedanken darüber, was und wie ich alles optimieren könnte. Ich möchte Ihnen hier einige konkrete Tipps geben, die Sie sowohl beruflich als auch privat sofort erfolgreicher machen.

Integrieren Sie »ständiges Verbessern« in Ihr tägliches Leben

Machen Sie aus dem Verbessern und Optimieren regelrecht ein Hobby. Es soll zu Ihrem Leben gehören wie Essen, Trinken und Sport. Am Anfang erfordert es viel Selbstdisziplin, bis es dann zur Gewohnheit wird. Sobald Sie die ersten kleineren und auch grösseren Erfolge damit erzielen, werden Sie anfangen, es zu geniessen. Fortan wollen Sie gar nicht mehr damit aufhören.

Halten Sie die Verbesserungsvorschläge immer fest

Sie sollten immer Papier und Stift bei sich tragen, damit Sie Ihre Ideen jederzeit und überall notieren können. Und zusätzlich wäre ein Diktiergerät für Ideen, die Ihnen während des Autofahrens einfallen, sinnvoll – hinter dem Steuer befinden Sie sich, wie Andreas Ackermann sagt, in der Alpha-Phase, und deshalb kommen Ihnen viel mehr Ideen. Für die systematischere Ideen-Entwicklung wären entsprechende Dokumente – ein Dokument je Ideen-Thema – auf Ihrem PC sinnvoll. Ein Zeitplanbuch mit den üblichen 10 bis 12 Themenregistern ist ebenfalls sehr empfehlenswert. Bei mir liegt neben meinem Hometrainer ein Clipboard mit weissem DIN A4-Papier, auf dem ich Ideen während des Trainierens festhalte. Ich habe einmal von einer Grossfirma gehört, die in allen Aufzügen Wandtafeln angebracht hat, auf die die Mitarbeiter Ideen schreiben können.

Lassen Sie Ihr Umfeld daran teilhaben

Nicht nur Sie haben gute Ideen – jeder kann wertvolle Verbesserungsvorschläge generieren, wenn er oder sie die Gelegenheit und Motivation dazu hat. In Ihrer Firma sollten daher alle an diesem Verbesserungsprozess beteiligt sein – vom CEO bis zur Raumpflegerin. Diese Verbesserungsvorschläge sollten dann entweder in den täglichen Kurzsitzungen und den Wochensitzungen oder auf Ideen-Formularen übermittelt werden. Dieses Prinzip gilt aber auch für den privaten Bereich – nutzen Sie zum Beispiel gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie, um darüber zu sprechen, wie Dinge optimiert werden können. Fragen wie zum Beispiel »Was machen wir bei der Organisation des nächsten Urlaubs besser?« könnten die Ideen-Runde starten.

Integrieren Sie auch Ihr erweitertes Umfeld

Auch Ihre Kunden und Lieferanten sind hervorragende Ideen-Geber. Deshalb legt der Rusch Verlag allen Paketen ein Blatt bei, auf denen »Anregung? Tipps? Ideen? Kritik?« steht, damit die Kunden mühelos ihre Ideen niederschreiben und faxen können. Und im Internet hat der Rusch Verlag hierfür sogar eine eigene Rubrik in der Navigation der Website, die heisst »Ihre Meinung«.

Nachbesprechungen führen

Es empfiehlt sich auch, unmittelbar nach dem Abschluss eines grösseren Projekts eine Nachbesprechung durchzuführen, egal wie erfolgreich das Projekt war. Unser Seminar-Team setzt sich zum Beispiel jeweils am Tag nach einer Seminarveranstaltung zusammen und bespricht, wie man es das nächste Mal noch besser machen könnte. Diese Informationen werden dann auch gleich schriftlich festgehalten. Zudem ergänzen wir unsere Seminarveranstaltungs-Check-Listen sofort mit den neuen Erkenntnissen.

Prozeduren für die Umsetzung

Entscheidend ist jedoch, dass die Verbesserungsvorschläge nicht nur generiert, sondern auch umgesetzt den. Früher haben wir immer Formulare mit Verbesserungsvorschlägen gesammelt, aber diese blieben dann oft unbearbeitet liegen, weil die entsprechende »Prozedur« nicht klar definiert war. Schliesslich haben wir eine Person bestimmt, die für die ganze Abwicklung verantwortlich ist. Wir haben ein Übersichtsformular entwickelt und einen KVP-Ordner erstellt. Zudem wurde der genaue Ablauf von der Ideen-Entstehung bis hin zur Umsetzung oder Ablehnung im Mitarbeiterhandbuch definiert.

Seien Sie originell

Ich bemühe mich ständig, originell zu sein, also nicht andere zu kopieren. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Wenn ich nur andere Menschen und Firmen imitiere, bleibt das Verbesserungspotenzial darauf beschränkt – wenn ich jedoch verrückte Ideen entwickle und »quer denke«, dann kann ich grosse Dinge bewirken.

Ideen und Konzepte aus anderen Bereichen adaptieren

Immer nur komplett neue Ideen aus dem Nichts zu erzeugen, ist jedoch unmöglich. Aber Sie können sich anregen lassen durch Dinge, welche Sie in anderen Bereichen, Branchen oder Ländern sehen, und diese dann auf Ihre Firma oder Ihr Leben übertragen.

Erste Schritte in der Firma

Nachdem Sie nun wissen, worauf Sie achten müssen, gilt es, zum Handeln zu kommen. In Ihrer Firma sollten Sie zunächst einmal die Prozeduren für Ideen-Generierung festlegen und dann beginnen, sie allen mitzuteilen. Und dann geht es darum, dass auch wirklich jede Woche Verbesserungsideen geschaffen und umgesetzt werden.

Erste Schritte im privaten Bereich

Hängen Sie zu Hause im Gang oder in der Küche eine grosse weisse Wandtafel auf. Dort soll jedes Familienmitglied Verbesserungsvorschläge aufschreiben. Und gehen Sie von diesem Start-Punkt aus dann Schritt für Schritt weiter. Es gibt so viele Dinge, die man im privaten Bereich verbessern kann.

Es soll Spass machen

Ideen für Verbesserungen zu erzeugen soll etwas sein, das Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung Spass macht. Es ist ja schliesslich eine sehr positive, konstruktive Tätigkeit. Statt sich darüber zu ärgern, dass Dinge nicht funktionieren, denkt man darüber nach, wie es in Zukunft besser laufen könnte. Das ist positiv!

Der Erfolg ist Ihnen gewiss!

Wenn Sie jeden Tag die Dinge ein klein wenig optimieren, dann werden Sie gezwungenermassen erfolgreicher – Schritt für Schritt. Dies ist das Schöne an diesem Erfolgsprinzip. Also, machen Sie eine Gewohnheit, ein Spiel, daraus!

 

 
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